02.07.07

Aktuelle News für die Pause

01.07.07

Eine kleine Schlussbilanz

Das Cargo-Blog, sponsored bei SBB Cargo, war als Eventblog zur „transport logistic 2007“ im Juni 2007 in München geplant. Deshalb ist dies vorerst auch der letzte Beitrag hier. Wir wollen ihn zu einer vorläufigen Schlussbilanz nutzen.Cargo-Blog-Taxi

Zu allererst: Das Cargo-Blog hat allen Beteiligten – den beiden „Chefbloggern“ Annette Jordan und Nicolas Perrin, dem Lokifahrer Bruno Lämmli und den Journalisten, Fotografen und Grafikern – eine Menge Spaß gemacht. Allerdings, und das ist auch deutlich geworden, kostet das Bloggen ziemlich viel Zeit. Wenn man als Lokführer im Schichtbetrieb unterwegs oder als Manager jeden Tag mit Terminen überhäuft ist, braucht man deshalb schon eine gute Organisation.

Das Experiment „Cargo-Blog“ war aus unserer Sicht ein Erfolg. Mit durchschnittlich mehreren hundert Besucherinnen und Besuchern am Tag (865 war dabei der Spitzenwert) gehörte unser Blog von Anfang an zu den weniger als fünf Prozent deutschsprachigen Weblogs mit täglich 100 und mehr Besuchern. Dazu haben neben der Empfehlung und Verlinkung durch andere Blogs (dafür vielen Dank!) auch die Pressearbeit und Werbemaßnahmen auf der Messe beigetragen.

Von etlichen Kunden, SBB Cargo-Mitarbeitern und Partnern haben wir eine sehr positive Resonanz bekommen. Das Blog war für viele, die nicht in München dabei waren, eine wichtige Informationsquelle zum Messeverlauf. Es ist uns gelungen, über alle wichtigen Veranstaltungen zum Thema „Schienengüterverkehr“ auf der diesjährigen transport logistic zu berichten. Insgesamt sind während der letzten Tage knapp 100 Postings erschienen.

Lobende Worte bekamen wir auch von Journalisten zu hören, zumal die Messe München in ihrem virtuellen Pressezentrum auf das Cargo-Blog verlinkt hat. Die Zahl der Kommentare liegt bis heute bei rund 60 – ein Ergebnis, dass sich ebenfalls sehen lassen kann.

Die Schweizer Güterbahn hat mit dem Sponsoring eines Weblogs Neuland betreten und eine Vorreiterrolle übernommen. Wie geht es nun weiter? Das Cargo-Blog wird in seiner jetzigen Form weiter im Netz zu finden sein, auch die Kommentarfunktion bleibt aktiviert. Und vielleicht werden wir es beim nächsten großen Logistikevent, an dem SBB Cargo teilnimmt, wieder fortsetzen.

18.06.07

An the winner is ….

… Nicolas Perrin. Nein, natürlich nicht. Auch wenn der stellvertretende Leiter von SBB Cargo neben seinen Beiträgen im Blog bei anderen kommentiert hat, war er von der Verlosung der Führerstandsfahrt mit der Gotthardbahn ausgeschlossen. Ebenso die anderen Mitarbeiter des Unternehmens und ihre Angehörigen.

Aus den verbliebenen Kommentaren hat die Glücksfee schließlich einen ausgelost und der Gewinner heißt Thomas Bruehwiler und kommt aus Hinwil in der Schweiz. Herzlichen Glückwunsch, Thomas!!! Und als kleinen Trostpreis erhalten alle Kommentatoren (wenn sie ihre Postadresse an berg@conosco.de schicken) eine blaue SBB Cargo-Baseballmütze.

Es gibt noch ein paar weitere Auflösungen unserer Mitmach-Aktionen im Blog:

Bei der Frage „Wie groß ist das Gewicht der von SBB Cargo an jedem einzelnen Werktag im Jahr 2006 transportierten Gütermenge in Elefanten umgerechnet?“ entschieden sich 39 % für 72.000 und lagen damit goldrichtig.

55 % der Teilnehmer an der Abstimmung fanden das neue Jingle von SBB Cargo „klasse“ oder „gut“.

Bei den Videoclips wählten die Abstimmungsteilnehmer den Film „Durch die Alpen“ mit 44 % auf Platz 1.

Kohle für das Klinikum

Wenn das Klinikum der Universität Freiburg im Breisgau heizt und Strom verbraucht, dann mit Kohle. Genauer gesagt mit einer speziellen Kohle für die Rostfeuerung des Heizkraftwerkes. Und dieser kostbare Brennstoff kommt aus Kolumbien, wird über den halben Erdball transportiert. Für die Strecke von Amsterdam nach Freiburg ist seit einiger Zeit die Schweizer Güterbahn verantwortlich.

kohle.JPGDort angekommen, entlädt das Team des Klinikums die Ladung von rund 75 Tonnen. Innerhalb einer Viertelstunde werden drei Wagen in das enge Anschlussgleis des Klinikums rangiert.. Und dabei sind das Abhängen der vollen Waggons, das Anhängen und das Wegziehen der leeren Wagen schon mit eingerechnet. Länger wäre beim besten Willen dafür auch nicht Zeit, denn das Abladen muss im Zwischentakt zur Freiburger S-Bahn geschehen, die auf dem gleichen Schienenstrang verkehrt.

Einmal in der Woche fährt der Kohlezug von Amsterdam nach Freiburg, mit 36 Wagen und mehr als 900 Tonnen Kohle. Also Routine? Ja, aber auch hier darf nichts schief gehen, sonst würden nicht nur die Patienten der Uniklinik bald frieren müssen und im Dunkeln sitzen.

17.06.07

Pioniere der Liberalisierung

Die Schweiz war das erste Land in Europa, das bereits im Jahr 1999 mit der Liberalisierung des Schienengüterverkehrs ernst gemacht hat. Auf der transport logistic 2007 hat Max Friedli, Direktor des Schweizer Bundesamtes für Verkehr, die Hintergründe erläutert und auch etwas zur Rolle von SBB Cargo gesagt:

Die Liberalisierung hat nach Friedlis Worten bereits erhebliche Produktivitätsfortschritte gebracht. Und der Schweizer Steuerzahler lässt es sich einiges kosten, damit Güter auf der Schiene transportiert werden:

Durch all diese Anstrengungen ist die Schweiz führend im Schienengüterverkehr:

Der Pressesprecher von SBB Cargo, Christoph Rytz, zur Strategie des Unternehmens unter den Bedingungen des Wettbewerbs:

Möbel über den Gotthard

Wenn sich jemand ein neues Sofa kauft, macht er sich selten Gedanken darüber, wo dieses Möbelstück herkommt und wie es ins Haus transportiert wird. Aber das ist durchaus spannend. Zumindest wenn die Einrichtungsgegenstände eine Reise durch den legendären Gotthard-Tunnel machen müssen, bis sie beim neuen Besitzer im Tessin ankommen. Die Möbel Pfister AG aus Basel zum Beispiel nutzt diese Verbindung, denn das Möbelhaus liefert zwei Drittel aller Möbel seinen Kunden beidseits des Gotthards direkt ins Haus.pfistertransport.JPG

Möglich machen dies Spezialcontainer, die schmaler als die herkömmlichen Blechkisten sind und durch ihre Leichtbaukonstruktion auch weniger ins Gewicht fallen. Im Inneren verfügen sie über Kondenswasserschutz, spezielle Anbindevorrichtungen und einen Holzboden, der ein problemloses Verschieben der Möbelstücke ermöglicht.

Nachdem die Container im Pfister-Zentrallager in Suhr mit Möbeln für die Tessiner Kundschaft beladen wurden, werden sie über Nacht per Bahn durch den Gotthard gefahren und können dann am anderen Morgen im Logistikstützpunkt Contone auf Lastwagen umgeladen und zu den Abnehmern gebracht werden. Woche für Woche schickt Pfister zehn solche Transporte über die Gotthardroute.

Insgesamt sind bei der SBB Cargo 14 Bahnwaggons mit „Pfister-Aufbau“ im Umlauf, die durch eine besondere Klemmvorrichtung die schmaleren Container sicher befördern. Pro Jahr spart das Möbelhaus durch den kombinierten Transport Strasse-Bahn rund eine halbe Million Lastwagen-Kilometer ein – nicht nur für die Umwelt ein Gewinn.

16.06.07

Weg mit dem Müll

muelll.jpgEr riecht nicht angenehm und sieht auch nicht schön aus. Deshalb ist es eine wirkliche Verbesserung, dass der Müll im Kanton Waadt in Lausanne nun unterirdisch transportiert wird. Per Güterbahn. Durch einen 3800 Meter langen Tunnel direkt in die Müllverbrennungsanlage Lausanne Tridel.

Als die neue hochmoderne Anlage in Betrieb ging, wurde auch gleich ein eigener, unterirdischer Bahnanschluss gebaut. Das schont die Umwelt erheblich, denn statt der Bahntragwagen würden sonst rund 50 Lkw täglich durch Lausanne fahren. So aber wird der Müll per Lastwagen eingesammelt, zu verschiedenen Bahnhöfen gefahren und für den Rest der Strecke umweltfreundlich auf die Schiene verlagert.

15.06.07

Stahl auf der Rolle

Dieser Name steht in Deutschland für Stahl: ThyssenKrupp. Und mit SBB Cargo hat der weltweit produktions- und umsatzstärkste Hersteller von Qualitätsflachstahl, ThyssenKrupp Steel in Duisburg, einen kompetenten Partner gefunden, der im Jahr knapp 220.000 Tonnen Blechrollen – so genannte Coils – aus dem Ruhrgebietcoils.jpg nach Italien und in die Schweiz transportiert. Das geschieht entweder direkt per Güterzug oder im kombinierten Schiffs- und Bahnverkehr.

Eine Blechrolle bringt dabei zwischen 15 und 20 Tonnen, manchmal sogar bis zu 36 Tonnen, auf die Waage. Seit 2005 starten in Duisburg wöchentlich drei Ganzzüge, die innerhalb von 24 Stunden ihr Ziel erreichen. Dafür werden die Wagen von vier Standorten in Nordrhein-Westfalen gesammelt und zu einem Zug zusammengestellt.

Diesen transportiert SBB Cargo zusammen mit ihren Tochtergesellschaften nach Desio in der Lombardei. Von dort gelangen die Coils via Umschlagplattform per Lkw zu den Kunden in der Automobil-, Verpackungs- und Baustoffindustrie. Und ein Teil der nässeempfindlichen Stahlrollen geht sogar – ebenfalls auf dem Bahnweg – weiter in Richtung Neapel.

Auf Railshow unterwegs

railshow.jpg„Hier erleben Sie was“, das ist das Motto unseres länderübergreifenden Jahresprogramms zum Jubiläum der Gotthardbahn. Seit 125 Jahren transportieren die Schweizer Bundesbahnen zuverlässig Güter durch den Gotthard-Tunnel.

Trotzdem wird unser Unternehmen, die SBB Cargo, in der Öffentlichkeit häufig als recht junges, privates Unternehmen wahrgenommen. Das ist auch gut so, schließlich gehören wir zu den Pionieren im liberalisierten europäischen Bahngüterverkehr.

Trotzdem, unsere Kraft ziehen wir aber auch aus unseren Wurzeln, auf die wir stolz sind. Deshalb nutzen wir das Jahr des 125. Jubiläums der Gotthard-Bahn, um uns noch bekannter zu machen. Und wir wollen sowohl unseren Pioniergeist von damals, als auch unsere innovativen Ideen von heute präsentieren.

Fünf Railshows stehen dabei im Mittelpunkt des Programms. Davon finden drei in Deutschland statt – im Ruhrgebiet, in den Nordseehäfen und in Süddeutschland. Und drei in Italien, dort in der Lombardei und im Bresciano. Was wir dort zeigen werden? Eine Zugkomposition aus einer Lok, zwei umgebauten Domino-Wechselbehältern und einem umgebauten Habbillns moderne Schiebewandwagen. Und natürlich eine multimediale Ausstellung zum Gotthardbahn-Jubiläum. Ähnlich wie auf der transport logistic.

Wenn Sie uns auf der Messe nicht treffen konnten, haben Sie demnächst auf den Railshows die Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Ich freue mich auf das persönliche Gespräch mit Ihnen, zum Beispiel in Duisburg.

Nicolas Perrin, stellvertretender Leiter und zuständig für den Geschäftsbereich International von SBB Cargo

Es geht noch etwas weiter

Die Messe ist zwar zu Ende und dieses Weblog ist von vorneherein auf diesen Event beschränkt gewesen, aber wir haben noch etwas Material übrig. Deshalb wird es in den nächsten Tagen noch ein paar Postings geben und selbstverständlich kann noch weiter kommentiert werden. Die Auslosung der Führerstandsfahrt erfolgt dann am Montag um 12.00 Uhr.

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