Wenn das Klinikum der Universität Freiburg im Breisgau heizt und Strom verbraucht, dann mit Kohle. Genauer gesagt mit einer speziellen Kohle für die Rostfeuerung des Heizkraftwerkes. Und dieser kostbare Brennstoff kommt aus Kolumbien, wird über den halben Erdball transportiert. Für die Strecke von Amsterdam nach Freiburg ist seit einiger Zeit die Schweizer Güterbahn verantwortlich.
Dort angekommen, entlädt das Team des Klinikums die Ladung von rund 75 Tonnen. Innerhalb einer Viertelstunde werden drei Wagen in das enge Anschlussgleis des Klinikums rangiert.. Und dabei sind das Abhängen der vollen Waggons, das Anhängen und das Wegziehen der leeren Wagen schon mit eingerechnet. Länger wäre beim besten Willen dafür auch nicht Zeit, denn das Abladen muss im Zwischentakt zur Freiburger S-Bahn geschehen, die auf dem gleichen Schienenstrang verkehrt.
Einmal in der Woche fährt der Kohlezug von Amsterdam nach Freiburg, mit 36 Wagen und mehr als 900 Tonnen Kohle. Also Routine? Ja, aber auch hier darf nichts schief gehen, sonst würden nicht nur die Patienten der Uniklinik bald frieren müssen und im Dunkeln sitzen.
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