Wie die Hefe zum Bäcker kommt
Vom Patisseriebödeli über das Joghurt bis zur Hefe: Der Bäcker- und Gastrozulieferer Pistor im luzernischen Rothenburg beliefert mit seinen rund 7500 verschiedenen Artikeln die Bäcker-, Konditor- und Gastronomiekunden in der ganzen Schweiz. Fertigprodukte, Halbfabrikate und Rohstoffe rollen dank SBB Cargo seit vergangenem Sommer umweltfreundlich auf der Bahnschiene vom Pistor-Hauptsitz in die neue Verteilzentrale im westschweizerischen Chavornay. Von Montag bis Freitag fährt täglich eine Komposition mit sechs Bahnwagen von Rothenburg nach Chavornay hin und zurück.
Für Richard Betschart, Leiter Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung von Pistor, stellt vor allem die gewonnene Zeit ein großes Plus dar: „Der wesentliche Vorteil ist für uns, dass wir dank dem Nachtsprung mehr Kommissionierungszeit gewinnen und doch rechtzeitig ausliefern können.“ Die Kunden bestellen die gewünschte Ware normalerweise zwischen sechs Uhr früh und Mittag. Bis am Nachmittag wird die Ware kommissioniert, verladen und mit der Bahn in die Westschweiz gefahren. Zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens findet in Chavornay die Feinverteilung auf die bereitstehenden Lastwagen statt. Ab 5 Uhr morgens am zweiten Tag ist die Ware bereits auf dem Weg zu den Kunden.
Durch den zuverlässigen und pünktlichen Bahntransport fallen nun pro Tag die Hin- und Rücktransporte für sechs Anhängerlastwagen weg. Weil die Lebensmittel aber temperatursensible Güter sind, müssen sie den Kunden in tadellosem Zustand erreichen. Möglich machen dies sechs Kühlbahnwagen, die auf 18 respektive drei Grad gekühlt sind, sowie zwei auf 20 Grad minus gekühlte Tiefkühlcontainer. Erstmals setzt SBB Cargo spezielle Temperaturmessgeräte in den Wagen ein, mit deren Hilfe sie sich jederzeit orten lassen und ein Online-Check der Temperatur möglich ist.

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