Straßentransport wird zu teuer
Einer der Speditionsbetriebe, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, ist Fiege. In Oftringen in der Schweiz errichtete das internationale Logistikunternehmen eines seiner “Mega Centers”, und der Bach Tych erhielt ein neues Bett. CEO Thomas Knopf zeigt am renaturierten Bach, der den Neubau von Fiege Logistik (Schweiz) AG umfließt, was er als Logistiker anstrebt: einen sicheren, ungehinderten Warenfluss.
Der vierteilige Hallenkomplex ist auf unterschiedliche Kundenanforderungen ausgerichtet. Gegenwärtig werden in Oftringen auf 30 000 Quadratmetern Papier, Konsumgüter, Reifen, Getränke und Pharmazeutika gelagert und umgeschlagen. Das Fiege-eigene Warehouse-Management- System steuert alle Prozesse im Lager, vom optimalen Verkehrsweg für jeden Stapler bis zur scannergeführten oder akustischen Auftragsbearbeitung (“Pick by Voice”).
Das Center wurde außerdem mit einem neuen Gleis ans schweizerische Bahnnetz angebunden. Obwohl grundsätzlich ein Straßentransportunternehmen, arbeitet Fiege beim Import von Waren aus ganz Europa eng mit SBB Cargo zusammen. „Die Bahn ist für uns ein strategischer Partner, der an Stellenwert gewinnen wird, denn Umweltabgaben und Vorschriften werden den Straßentransport verteuern“, sagt Knopf. Und fährt fort: „Richten wir unseren Geschäftsprozess ökologisch aus, ist dies längerfristig auch wirtschaftlich interessant. Handeln wir nicht umweltbewusst, fallen die Kosten für Umweltschäden früher oder später auf uns zurück.“

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