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12.05.09

Interview: Coop auf dem Weg in eine ökologische Zukunft

Die Einzelhandelskette Coop in der Schweiz setzt immer mehr auf die Güterbahn. Rund zwei Drittel des Liefervolumens von den nationalen zu den regionalen Verteilzentralen wird mittlerweile auf der Schiene transportiert. Leo Ebneter, Leiter der Direktion Logistik bei Coop, spricht im Interview über Nachhaltigkeit und die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene.

Worin besteht das Ziel von Coop in punkto Ökologie und Nachhaltigkeit?

Leo Ebneter: Wenn immer es die Verbindung und Verfügbarkeit an Rollmaterial erlaubt, legt Coop alle Transportwege von nationalen in regionale Verteilzentren auf der Schiene zurück. Damit setzen wir die Strategie um, bis 2023 in den direkt beeinflussbaren Bereichen „CO2-neutral“ zu sein. Für die Feinverteilung werden nur noch Lastwagen beschafft, welche die Euro-5-Norm erfüllen. Auch bei den Zulieferern setzen wir auf eine möglichst ökologische Transportweise. So wird die Menge der Flugware bei Fleisch / Fisch und Gemüse / Früchten, wo immer sinnvoll, reduziert. Die Emissionen der nicht vermeidbaren Flugtransporte werden durch den Coop-Fonds für Nachhaltigkeit kompensiert.

Ein Großteil Ihrer Lieferungen kommt bereits über die Schiene. Gibt es da überhaupt noch Steigerungsmöglichkeiten?

Leo Ebneter: Wir haben unsere gesamte Infrastruktur auf den Bahntransport ausgerichtet. Coop setzt auf eine nachhaltige Entwicklung im Güterverkehr und also auf eine maximale Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene. Zurzeit bringen wir 60 Prozent des Volumens von den nationalen in die regionalen Verteilzentren auf die Bahn. Weitere Optimierungen in den Bestell- und Lieferrhythmen sowie den betrieblichen Logistikprozessen können diesen Anteil künftig aber noch steigern.

Können Sie schon über konkrete Ergebnisse dieser Vorgehensweise berichten?

Leo Ebneter: Im Jahr 2007 haben wir bereits zum Beispiel Folgendes erreicht: Reduktion des CO2-Ausstosses um ingesamt 10,2 Prozent, davon 19 Prozent bei den Verteilzentralen und fünf Prozent bei den Produktionsbetrieben.

Im Blog Nachhaltig beobachtet gibt es noch mehr Infos zu den Umweltinitiativen von Coop.

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