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21.07.11

Erste Hybridlok im Cargo-Look wird zusammengebaut

30 umweltfreundliche Hybridloks  für den leichten Zustell- und Rangierdienst hat SBB Cargo bei Stadler Winterthur in Auftrag gegeben. Ihre Produktion läuft im Plan, die erste Eem 923 glänzt bereits im Cargo-Look und soll im Spätsommer fertiggebaut sein.

Im Juni hatte Stadler Winterthur an der ersten Lok der neuen Baureihe mit dem Innenausbau der Kabine sowie dem Aufbau des Fahrwerkrahmens begonnen. Verläuft alles weiter im Plan, ist die Hybrid-Rangierlok im Spätsommer fertig montiert und kann die Tests zur Inbetriebnahme in Angriff nehmen. Dank des Elektroantriebs und dem ergänzenden Diesel-Hilfsmotor sind die neuen Fahrzeuge besonders umweltfreundlich. Ausserdem weisen sie über die gesamte Lebensdauer hinweg eine hohe Wirtschaftlichkeit auf.

Die zweiachsigen Hybridloks vom Typ Eem 923 Hybrid sollen im leichten Zustell- wie auch im Rangierdienst zum Einsatz kommen und die in die Jahre gekommenen Rangierloks des Typs Bm 4/4 und diverse dreiachsige Rangierloktypen ersetzen. Das neu entwickelte Modell basiert auf der Rangierlok Ee 922, die bei der SBB bereits beim Personenverkehr für Rangieraufgaben im Einsatz steht. Die Hybridversion für SBB Cargo verfügt über zwei Elektromotoren sowie einen ergänzenden Diesel-Hilfsantrieb für das Bedienen von Anschlussgleisen ohne Fahrdraht. Die Eem 923 Hybrid erreicht damit eine Maximalgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern.

18.07.11

Schweizer Bahn fährt bereits mit 75 Prozent Öko-Strom

Die neue “Energiebeschaffungsstrategie” der Schweizer Bundesbahnen hat klar zum Ziel, den Atomstromanteil von heute 25 Prozent kontinuierlich zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien weiter auszubauen.

Die SBB ist bereits heute die grösste Stromkonsumentin der Schweiz und benötigt auch in Zukunft mehr Energie. Denn das Bahnnetz wird ausgebaut, die Güterzüge werden schwerer und länger und auch der Gotthard-Basistunnel verbraucht mehr Energie als der bisherige Streckenverlauf, weil bei höheren Geschwindigkeiten der Züge auch der Luftwiderstand zunimmt. Die Folge: Es werden auch mehr Treibhausgase ausgestossen. Um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, haben die Schweizer Bundesbahnen deshalb eine neue „Energiebeschaffungsstrategie“ beschlossen. „Sie hat klar zum Ziel, den Atomstromanteil von heute 25 Prozent kontinuierlich zu reduzieren“, sagte SBB-Konzernchef Andreas Meyer bereits im Mai in einem Interview mit dem „Sonntag“.  Einen Grossteil seinerr Beförderungsenergie beziehe das Unternehmen bereits heute aus erneuerbarer Quelle.

Um den grossen Strombedarf zu decken, bezieht die SBB Strom von über 200 Energieversorgungsunternehmen in der gesamten Schweiz. Mehr als 20.000 Niederspannungsinstallationen transportieren diese Energie zu den verschiedenen Verbrauchern.

So stammten  2010 über 75 Prozent des Stroms aus der Wasserkraft, produziert in eigenen Wasserkraftwerken oder von Partnern. Die Eigenproduktion garantiert einen hohen Grad an Versorgungssicherheit und macht die SBB relativ unabhängig von Preisschwankungen auf dem Strommarkt. Um den Restbedarf an Strom zu decken, hält die SBB über eine Beteiligungsgesellschaft Anteile an den beiden französischen Atomkraftwerken Cattenom (1%) und Haut Bugey (2.5%) sowie ist am AKW Leibstadt (2%) beteiligt und kauft bei Bedarf Strom auf dem freien Markt ein. Im Unterschied zu anderen grossen Bahnen muss die SBB so kaum auf fossile Treibstoffe zurückgreifen.

Ein weiterer Vorteil der Wasserkraft liegt in den geringen Verlusten bei der Stromerzeugung. Im Vergleich zur Energieversorgung mit fossilen Energieträgern ist der Primärenergieverbrauch der SBB deshalb gering. Ein Problem dabei: Wasserkraftwerke sind zwar sauber, ihre Leistung hängt aber vom Wetter ab. Zu Zeiten mit vielen Niederschlägen produzieren die Kraftwerke mehr Strom als für den Bahnbetrieb nötig. In trockenen Perioden reicht die Wassermenge dagegen nicht aus, um den Strombedarf der SBB vollständig zu decken. In den kommenden Jahren rechnet die SBB aufgrund höherer gesetzlicher Restwassermengen deshalb mit einem leichten Rückgang der Energieproduktion aus Wasserkraft.

Deshalb engagiert sich die SBB beim Bau des Pumpspeicherwerkes Nant de Drance zwischen den Stauseen Emosson und Vieux Emosson im Wallis, um zukünftige Bedarfsspitzen abzudecken. Wenn das Kraftwerk 2017 den vollen Betrieb aufnimmt, wird es 1500 Gigawattstunden pro Jahr liefern. Auch bei anderen Wasserkraftwerken plant die SBB Erneuerungen, um mehr Energie aus den bestehenden Anlagen zu gewinnen. „Wie der zukünftige Energiemix der SBB aussehen wird, wird im Rahmen der Energieversorgungs- und Beschaffungsstrategie zurzeit erarbeitet“, so Andreas Meyer.

Auch der Wind könne möglicherweise in Zukunft einen Beitrag zur Stromversorgung der SBB leisten. Die beste Massnahme sei aber das Energiesparen. „Wir wollen bis 2015 10 Prozent weniger Strom verbrauchen, als es unsere Verbrauchsprognosen für dieses Jahr vorsehen“, kündigte Meyer an. 2010 hätten die SBB durch ihr Effizienzprogramm bereits 119 Gigawattstunden Strom gespart. Dies entspreche dem Jahresverbrauch von 30.000 Haushalten.

13.07.11

Unsere Umwelt sagt Danke: Klimafreundlicher Holztransport

Die ARGO – HOLZ AG mit Geschäftssitz in Bad Zurzach wurde im Jahr 2005 gegründet und bündelt das Holzangebot in der Region. Sie setzt sich nicht nur für die Nutzung von Holz als Alternativenergiequelle ein, sondern organisiert ihre Transporte auch umweltfreundlich.

Aktionäre der „Aargau Ost Holzvermarktung“ sind heute 41 Aargauer und 1 Zürcher Gemeinden. Rund 20 Forstbetriebe in der Region Baden, Brugg und Zurzach verkaufen ihr Holz über den Dienstleister, der auch noch andere Aufgaben im Bereich der Waldpflege übernimmt. Der Transport des Rundholzes erfolgt zu einem großen Teil über die Güterbahn. Die ARGO – HOLZ AG konnte dadurch 2010 rund 58 Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase vermeiden. 659 Lastwagenfahrten  wurden dadurch überflüssig gemacht. Die Umwelt sagt dafür Dankeschön.

Und clever wie die Aargauer Holzvermarkter sind, haben sie dieses Engagement öffentlich gemacht und den Emissionsreport von SBB Cargo auf ihre Website gestellt. Denn schliesslich sollen alle es erfahren, wie aktiv sie für die Umwelt sind. Haben Sie auch Interesse an einem solchen Reporting? Hier gibt es mehr Informationen dazu.

04.07.11

Migros: Grösste Kundin von SBB Cargo in der Schweiz

Das 50. Jubiläum der Transporte von SBB Cargo für die Migros-Tochter Aproz nahm das grösste Detailhandelsunternehmen in der Schweiz zum Anlass, in der vergangenen Woche eine Medienmitteilung zu versenden. Sie enthält einige interessante Zahlen und Vergleiche.

Täglich befördert SBB Cargo für die Migros rund 400 Bahnwagen – 2010 waren es insgesamt 1.139.353 Tonnen Güter“, heisst es darin. Das genossenschaftlich organisierte Handelsunternehmen setze bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf den umweltschonenden Bahntransport und baue diesen – wo immer möglich – laufend aus. „Dieses Engagement ist Teil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie der Migros“, betont das Unternehmen.

Die Migros-Tochter Aproz zum Beispiel hat in den letzten 50 Jahren aus den Quellen der Walliser Alpen bereits über 4,2 Milliarden Liter Mineralwasser mit SBB Cargo an die verschiedenen Schweizer Verteilzentren ausgeliefert. Zum Vergleich heisst es in der Presseinformation: „Mit dem so eingesparten CO2 von 58.000 Tonnen könnten 6.400 Menschen aus der Schweiz nach Neuseeland und wieder zurück fliegen. Dank dem Bahntransport wurden rund 20 Millionen Liter Diesel eingespart. Mit dieser Energie könnte ein VW Golf Diesel 8.333 Mal um die Welt fahren“.

Felix Meier, Leiter Konsum und Wirtschaft beim WWF Schweiz, wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: “Hahnenwasser schneidet aus ökologischer Sicht klar am besten ab. Möchte jemand trotzdem lieber Mineralwasser trinken, dann am besten solches aus der Schweiz, das wie bei Aproz mit der Bahn transportiert wird. Damit lässt sich im Vergleich zu Mineralwasser aus Europa rund die Hälfte an Energie sparen.”

Die Migros ist heute die grösste Kundin von SBB Cargo im nationalen Schienengüterver- kehr. Nicolas Perrin, CEO von SBB Cargo, unterstreicht in der Medienmitteilung: “Wir sind stolz darauf, für Migros so grosse Mengen zu transportieren. Migros hat sich früh für ein ökologisch sinnvolles Transportmittel entschieden. Gerade dieser Aspekt wird immer wichtiger. SBB Cargo bietet seit 2010 auch CO2 neutrale Transporte an. Mit unserem Green-Logistics-Angebot haben wir auf diesen Bedarf der Wirtschaft reagiert und unterstützen unsere Kunden aktiv bei der Erreichung ihrer Umweltziele. Ich bin überzeugt, wir können hier mit Migros noch weitere gute Projekte umsetzen.” Dank des geringen Roll- und Luftwiderstandes hätten die Bahntransporte eine sehr hohe Energieeffizienz. Außerdem stamme der Bahnstrom zu 75 Prozent aus erneuerbaren Energien, weil SBB Cargo in der Schweiz auf Wasserkraft setze.

Um den Bahntransport für die Migros-Tochter Aproz möglich zu machen, haben der Mineralwasserproduzent und SBB Cargo eine 135 Meter lange Brücke über die Rhône gebaut und am 4. Juli 1961 eingeweiht. Sie war damals das erste derartige Bauwerk in der Schweiz, die sowohl für den Schienen- als auch für den Strassenverkehr genutzt werden konnte.

 

06.04.11

prix éco: CO2 sparen und gewinnen

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Wer hätte das gedacht: Rund 100 Mal um die Erde oder über 4 Millionen Kilometer haben die Transporte von SBB Cargo im Jahr 2010 zurückgelegt. Wären diese nicht über die Bahngleise, sondern per Lastwagen auf der Strasse erfolgt, hätte dies die Umwelt mit 1.105.830 Tonnen CO2 mehr belastet. Rund 3.850.000 Lastwagenfahrten mit ihren schädlichen Emissionen wurden so durch die Beförderung auf der Schiene überflüssig.

Die Bahn ist also bereits das ökologischste Transportmittel über größere Strecken und bereits seit 2009 erstellt SBB Cargo für Kunden individuelle Emissionsreportings mit Energieverbrauch, Schadstoffausstoss und Einsparungen ihrer Güterverkehre. Außerdem bietet die Schweizer Güterbahn in Kooperation mit der Non-Profit-Organisation myclimate sogar komplett klimaneutrale Gütertransporte an.

Doch damit will man sich nicht zufrieden geben: Um den Anreiz für die Verlagerung von Fracht auf die Schiene zu erhöhen, lanciert SBB Cargo den „prix éco“ und prämiert diejenigen Kunden, die im Jahr 2011 mit ihren Bahntransporten am meisten den Ausstoss der klimaschädlichen Treibhausgase reduzieren. Unter dem Motto „Jedes Gramm zählt – CO2-sparen und gewinnen“ erhalten die Sieger je 5.000 Schweizer Franken als Kompensationsbeitrag an myclimate, um einen Transport ihrer Wahl komplett klimaneutral abzuwickeln. Anmeldung hier: http://www.sbbcargo.com/index/sbbc_umwelt/prixeco.htm

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