15.06.07

Auf Railshow unterwegs

railshow.jpg„Hier erleben Sie was“, das ist das Motto unseres länderübergreifenden Jahresprogramms zum Jubiläum der Gotthardbahn. Seit 125 Jahren transportieren die Schweizer Bundesbahnen zuverlässig Güter durch den Gotthard-Tunnel.

Trotzdem wird unser Unternehmen, die SBB Cargo, in der Öffentlichkeit häufig als recht junges, privates Unternehmen wahrgenommen. Das ist auch gut so, schließlich gehören wir zu den Pionieren im liberalisierten europäischen Bahngüterverkehr.

Trotzdem, unsere Kraft ziehen wir aber auch aus unseren Wurzeln, auf die wir stolz sind. Deshalb nutzen wir das Jahr des 125. Jubiläums der Gotthard-Bahn, um uns noch bekannter zu machen. Und wir wollen sowohl unseren Pioniergeist von damals, als auch unsere innovativen Ideen von heute präsentieren.

Fünf Railshows stehen dabei im Mittelpunkt des Programms. Davon finden drei in Deutschland statt – im Ruhrgebiet, in den Nordseehäfen und in Süddeutschland. Und drei in Italien, dort in der Lombardei und im Bresciano. Was wir dort zeigen werden? Eine Zugkomposition aus einer Lok, zwei umgebauten Domino-Wechselbehältern und einem umgebauten Habbillns moderne Schiebewandwagen. Und natürlich eine multimediale Ausstellung zum Gotthardbahn-Jubiläum. Ähnlich wie auf der transport logistic.

Wenn Sie uns auf der Messe nicht treffen konnten, haben Sie demnächst auf den Railshows die Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Ich freue mich auf das persönliche Gespräch mit Ihnen, zum Beispiel in Duisburg.

Nicolas Perrin, stellvertretender Leiter und zuständig für den Geschäftsbereich International von SBB Cargo

Lokführer gesucht

lok.jpgDer Simulator, wie er sonst zur Ausbildung der Lokführer bei der SBB Cargo eingesetzt wird, ist ein Höhepunkt auf unserem Messestand. Zahlreiche Besucher haben sich in den letzten Tagen hier bereits einen Traum erfüllt und sind – fast realitätsnah – durch die Schluchten des Gotthard-Massivs gefahren. Bei vielen konnte man das Glänzen in den Augen sehen, wenn sie die Hebel und Knöpfe betätigten, die so auch im Führerstand einer echten E-Lok zu finden sind.

Bei einigen der jüngeren Besucher des Simulators haben wir hoffentlich auch Interesse an diesem Beruf geweckt. Denn ich suche händeringend Lokführer. SBB Cargo Deutschland ist mit viel Schwung und mit grossem Erfolg in den Markt eingetreten. Unsere Strategie zielt auf Wachstum, weshalb wir unsere Dienstleistungen und unser Netz fortlaufend ausbauen. Und dafür brauchen wir auch weitere Lokführer.

Im Moment bilden wir in Deutschland bereits die dritte Lokführerklasse aus, die mit 18 jungen Leuten besetzt ist. Und im Jahr 2008 werden wir ganz neu eine Grundausbildung zum „Eisenbahner/in im Bahnbetrieb“ anbieten, die mit einer IHK-Prüfung endet. Auch dafür sind Bewerberinnen und Bewerber herzlich willkommen. Denn die Fahrt mit dem Simulator auf der Messe muss keine Eintagsfliege bleiben.

Annette Jordan, Geschäftsführerin SBB Cargo Deutschland

14.06.07

Drehbuch für den individuellen Maßanzug

Gerade im Wagenladungsverkehr, den wir derzeit massiv ausbauen, werde ich oft nach Standardlösungen gefragt. Doch so leicht ist es leider nicht, Angebote von der Stange können wir nicht machen. Dazu ist der Transportbedarf jeweils zu unterschiedlich.030812xrbl_323_internet.jpg

Jeder Auftraggeber hat individuelle Besonderheiten. Entweder ein besonders kurzes Anschlussgleis. Nur bestimmte Zeitfenster, in denen er bedient werden möchte. Oder die Belieferung auf der letzten Strecke per Lkw.

Deshalb verfassen wir bei jedem neuen Auftrag zunächst ein „Drehbuch“, in dem die Details genau beschrieben sind. Das tun unsere Teams in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber. Mit unserem Plattformkonzept in Deutschland und Italien haben wir die Möglichkeit, mit dem Bahn- oder Lkw-Vor- und Nachlauf direkte Haus-zu-Haus-Verkehre durchzuführen. Bedienungen über Anschlussgleise bieten wir selbst oder in Verbindung mit einem kompetenten Partnernetzwerk an.

Vor allem in Italien mit seinen wenigen Anschlussgleisen, aber auch in Deutschland, arbeiten wir bei Bedarf mit Umschlagsfirmen zusammen, die den Lkw-Transport für das letzte Stück koordinieren. So schaffen wir einen individuellen Maßanzug für jeden Kunden.

Annette Jordan, Geschäftsführerin SBB Cargo Deutschland

Prima für das Klima

Das Straßennetz der Schweiz wird durch die Bahntransporte von SBB Cargo täglich um über 25.000 Lastwagenfahrten entlastet – ein wesentlicherbahnhofuhr_0092_internet.jpg Beitrag zum Klimaschutz in unserem Land. Seit 1994 ist die Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene im so genannten Alpenschutzartikel auch in der Schweizer Verfassung verankert. Dort wurde festgelegt, dass der alpenquerende Güterverkehr von Grenze zu Grenze per Bahn erfolgen soll. Da das ursprünglich anvisierte Ziel von maximal 650.000 LKW-Fahrten durch die Schweiz im Jahr 2009 nicht mehr als realistisch angesehen wird, ist mit einer Verschiebung des gesetzlichen Verlagerungsauftrages zu rechnen.

Dessen ungeachtet wollen wir unseren Beitrag zum Umweltschutz weiter ausbauen. Im Jahr 2004 konnte die Schiene im Transitverkehr durch die Alpen erstmals wieder Anteile dazu gewinnen und diese 2005 bei 65 Prozent stabilisieren. Letztes Jahr steigerte die Schiene ihren Anteil auf dieser Strecke sogar erneut um ein Prozent auf nun 66 Prozent. Diese positive Entwicklung der letzten Jahre ist auch auf die Effekte der Liberalisierung im europäischen Schienengüterverkehr zurückzuführen, die zu grenzüberschreitenden Angeboten aus einer Hand und zu spürbaren Qualitätsverbesserungen für die Bahnkunden geführt haben.

Auch die transport logistic verschließt sich in diesem Jahr diesem Trend nicht. Bereits die Eröffnungsveranstaltung der Messe stellte das Thema Ökologie, Mobilität und Logistik – ein Gegensatz? in den Mittelpunkt. Unter anderem wurde dort diskutiert, wie sich der globale Treibhauseffekt stoppen lässt. Ich hätte da einen Vorschlag: Mehr Güter auf die Bahn. Das wäre nicht nur für das Klima prima. Denn es ist bereits kurz vor Zwölf.

Nicolas Perrin, stellvertretender Leiter und zuständig für den Geschäftsbereich International von SBB Cargo

12.06.07

Nehmen sie den Ball auf

jordan-perrin.jpgKaum ist das Jubiläum am Gotthard vorbei, steht uns das nächste Großereignis ins Haus: Die UEFA Fussball EM 2008 findet im Sommer 2008 in Österreich und in der Schweiz statt. Übrigens erst das zweite Mal in der Geschichte der Europameisterschaft, dass sie in zwei Ländern gleichzeitig ausgetragen wird.

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Haben Sie sich das EURO 2008-Logo schon mal genauer angeschaut? Es symbolisiert mit den Bergen eine prägende Gemeinsamkeit der beiden Gastgeberländer: Die Alpen, als rote Zackenlinie dargestellt, sind das Verbindende. Genau so international wie dieser drittgrößte Sportanlass der Welt, der von der SBB mit zahlreichen Sonderzügen zwischen den Spielstätten logistisch unterstützt wird, ist unser Geschäft im Bereich Cargo. Der alpenquerende Transitverkehr stellt dabei einen wichtigen Faktor dar.

Meine Kollegin Annette Jordan und ich nennen unsere Kommentare hier im Cargo-Blog mit Absicht „ein-würfe“. Das soll Sie bereits etwas auf die Fussball-EM einstimmen. Und wir hoffen sehr, dass wir mit Ihnen über dieses Medium in einen Dialog treten werden. Wir werfen Ihnen sozusagen den Ball zu – und freuen uns, wenn Sie ihn auffangen und wieder zurück spielen.

Nicolas Perrin, stellvertretender Leiter und zuständig für den Geschäftsbereich International von SBB Cargo

11.06.07

Es heißt ja auch nicht „der Lokomotive“

Lokomotivführer zu werden, das ist der heimliche Traum aller kleinen Jungs? Und der von Mädchen etwa nicht? Das wäre schade. Denn im Moment haben wir in Deutschland bei SBB Cargo die dritte Lokführerklasse, die mit 18 jungen Leuten besetzt ist. Und im Jahr 2008 werden wir ganz neu eine Grundausbildung zum „Eisenbahner/in im Bahnbetrieb“ anbieten, die mit einer IHK-Prüfung endet.

Wäre das nicht mal eine spannende Alternative für Mädchen mit technischem Interesse? Wir würden unsliechti_r_logistikassi_109_internet.jpg jedenfalls über Bewerberinnen sehr freuen. Der praktische Teil der Ausbildung, die neun Monate dauert, wird bei uns absolviert, die Theorie in Zusammenarbeit mit DB Training. Im Moment ist die Lokführerausbildung von SBB Cargo in Deutschland tatsächlich noch eine rein männliche Domäne. Doch das soll sich ändern.

Das Beispiel der Schweiz zeigt, was möglich ist. „Es heisst ja auch nicht der Lokomotive” - mit diesem Slogan ging die SBB im Frühling 2004 erstmals aktiv auf die Suche nach Lokführerinnen. Und die Kampagne zeigte Erfolg: Die Zahl der Frauen im Führerstand verdoppelte sich. Das ist die gute Nachricht. Und die schlechte? Frauen stellen trotz aller Anstrengungen erst knapp ein Prozent des gesamten Lokpersonals. Es ist also noch viel zu tun. Schließlich gehören das Engagement bei der Frauenförderung und Gleichstellung zu den wichtigen Unternehmenszielen der SBB Cargo.

Annette Jordan, Geschäftsführerin SBB Cargo Deutschland

04.06.07

Pünktlichkeit – ein ewiger Kampf

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Wenn ein Flugzeug in der Luft ist, dann kann es relativ ungestört fliegen. Wenn einer unserer Züge den Bahnhof verlässt, dann fangen für uns die Herausforderungen erst an. Denn die Bahntransporte sind allen möglichen Unwägbarkeiten ausgesetzt: Dazu gehören Einwirkungen der Natur wie Stürme und Gewitter, aber auch Weichenstörungen oder Unfälle.

Und da der internationale Bahnverkehr ein hochkomplexes und empfindliches System ist, genügt nur eine einzige Störung irgendwo in diesem Geflecht, um unter Umständen größere Verspätungen herbei zu führen. Trotzdem setzen wir natürlich alles daran, um mit unseren Kunden vereinbarte Zeiten auch wirklich einzuhalten. Denn ich weiß, was meist daran hängt. Und zu mehr 80 Prozent schaffen wir das auch jetzt schon. Was nicht heißt, dass wir nicht daran arbeiten, diese Marke auf 90 Prozent zu verbessern.

Bei der jüngsten Kundenzufriedenheitsbefragung erreichte SBB Cargo in Deutschland bei der “spontanen Zufriedenheit” mit 7,91 Punkten auf einer Zehnerskala erneut einen sehr guten Wert. Die befragten Unternehmen gaben an, dass Zuverlässigkeit und Qualität für sie zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Transportdienstleisters zählen. Verbesserungen erwarten sie vor allem bei den Antwortzeiten für Angebote, bei der Verfügbarkeit von Wagen und beim Management von Beschwerden.

Wir nehmen diese Hinweise sehr ernst und arbeiten an der Beseitigung von Schwachstellen. Fast alle Kunden - so die Befragung - beabsichtigen die Zusammenarbeit mit SBB Cargo im laufenden Jahr auszubauen. Das freut mich natürlich besonders und ist gleichzeitig ein wichtiger Ansporn, um die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern. Helfen Sie mir dabei. Denn nur Probleme, die rechtzeitig angesprochen werden, lassen sich lösen.

Annette Jordan, Geschäftsführerin SBB Cargo Deutschland

23.05.07

Erst mal ein Interview

Nicolas PerrinIn der Rubrik „ein-wurf“ werden demnächst Nicolas Perrin, Leiter des Geschäftsbereichs International SBB Cargo in Basel, und Annette Jordan, Geschäftsführerin SBB Cargo Deutschland für den Bereich Produktion, ihre Meinung schreiben.jordan1.JPG

Da das mit dem Bloggen wegen anderer Verpflichtungen noch ein paar Tage warten muss, können Sie inzwischen ein Interview mit Annette Jordan lesen. Es ist gerade unter dem Titel „Eine Frau im Führerstand“ im regionalen Wirtschaftsportal „Business on“ erschienen.