Neuer Führerschein
Vorausgesetzt, er hält sich an die Regeln des Straßenverkehrs. Das ist bei uns Lokführern anders. Alle fünf Jahre müssen wir die so genannte „periodische Prüfung“ bestehen. Und wer die auch im zweiten Anlauf nicht schafft, der darf nicht weiter auf der Lok fahren – so streng sind da die Vorschriften. Aber nur so wird erreicht, dass alle Lokführer immer auf dem neuesten Stand sind.
Und nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn mal ein Kollege eine neue Regelung nicht kennt. Na, ja, die Vorschriften, die täglich zu beachten sind, die kennt jeder im Schlaf. Heikler wird es, wenn es um völlig unvorhersehbare Störungen geht. Aber da helfen nicht nur Vorschriften, sondern auch ein gutes Reaktionsvermögen und schnelle Entscheidungen. Zum Glück habe ich in meiner Berufslaufbahn so etwas noch nicht erleben müssen.
Ihr Lokifahrer Bruno Lämmli
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Ein Kommentar
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Siggi schrieb am 13. März 2012 um 7:34 pm
Hallo. In Deutschland muss man einmal pro Jahr zum Simulator-Training mit Prüfungsfahrten, sowie einmal zum Dienstuntericht und ausserdem muss man ein sogenantes Computerbasiertes Training absolvieren. Anschließend wird jeweils ein schriftlicher Test gemacht. Wenn man dort einmal durchfällt, muss man je nach Ergebnis zur Nachschulung, die unter Umständen auch etwas länger dauern kann. Ausserdem müssen wir alle 3-5 Jahre, je nach Alter, zur Tauglichkeitsuntersuchung zum Betriebsarzt. Leider sieht man doch bei Mitfahrten bei Kollegen auch immer wieder, was so mancher doch auch für grobe Fehler macht: Sei es auch nur Unerfahrenheit, wie das dauerhafte leichte Bremsen auf längeren Gefälleabschnitten oder Ähnliches. Ich stehe mit 28 noch am Anfang meiner Berufslaufbahn und hoffe, keine schlimmeren Vorfälle erleben zu müssen. Leider musste ich aber schon mit einem Suizid Bekanntschaft machen. Viele Grüße
Siggi