Ein längerer, großflächiger Stromausfall trifft nicht nur die Beleuchtung. Ohne Strom stehen auch Wasserversorgung, Heizung, Kühlung, Zahlungsverkehr und ein Großteil der Kommunikation still. Das offizielle Serviceportal oesterreich.gv.at rät deshalb, sich auf ein solches Szenario vorzubereiten wie auf einen „vierzehntägigen Campingurlaub in den eigenen vier Wänden“. Wer für diesen Fall gezielt einkaufen möchte, findet im Blackoutshop von STEINADLER die dafür relevanten Ausrüstungskategorien gebündelt.
Was die Behörden konkret empfehlen
Bevor die Ausrüstungsfrage kommt, lohnt der Blick auf die offiziellen Referenzwerte. oesterreich.gv.at nennt sie eindeutig: „Jede/jeder sollte für einen Wasservorrat sowie einen Lebensmittelvorrat für alle Familienmitglieder und für mindestens 10 – 14 Tage vorsorgen.“ Beim Wasser gilt: „Der Referenzwert liegt bei 2,5 l (Liter) Wasser pro Tag und Person.“
Ergänzend werden genannt: Beleuchtung „mit Kerzen, Zünder, Feuerzeug, Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Kurbellaterne, Petroleum-Starkleuchte etc.“, ein stromunabhängiges Notfallradio („Kurbel- oder Batterieradios mit Ersatzbatterien“), eine Kochmöglichkeit ohne Netzstrom („Trockenspiritus oder Brennspiritus, Campingkocher, Fonduekocher etc.“) sowie eine Erste-Hilfe-Ausstattung samt Vorrat an persönlich verschriebenen Medikamenten.
Diese Liste ist der eigentliche Einkaufszettel. Alles Weitere ist Komfort.
Beleuchtung: die erste Priorität
Licht ist der Bereich, in dem ein Ausfall sofort spürbar wird – und der sich am einfachsten abdecken lässt. Im Sortiment finden sich Taschenlampen und Stirnlampen, unter anderem Modelle von LedLenser im Bereich von rund 40 bis 90 Euro.
Der praktische Hinweis dazu: Eine Stirnlampe schlägt die Taschenlampe in fast allen Haushaltssituationen, weil beide Hände frei bleiben. Und wichtig ist nicht nur die Lampe selbst, sondern die dazu passende Reserve – Ersatzbatterien oder Ersatzakkus, die tatsächlich zum Modell passen und regelmäßig kontrolliert werden.
Trinkwasser und Wasseraufbereitung
Bei 2,5 Litern pro Person und Tag ergeben 14 Tage für eine vierköpfige Familie rund 140 Liter allein an Trinkwasser – eine Menge, die kaum jemand dauerhaft als Flaschenvorrat lagert. Deshalb führt der Shop zusätzlich Wasserfilter und Trinksysteme in einer Preisspanne von etwa 30 bis 390 Euro.
Filter und Flaschenvorrat sind dabei kein Entweder-oder: Der abgefüllte Vorrat deckt die ersten Tage ohne jeden Aufwand ab, der Filter erweitert die Reichweite, sobald eine andere Wasserquelle verfügbar ist. Wer sich für einen Filter entscheidet, sollte vor dem Ernstfall wissen, wie er zusammengebaut und gereinigt wird.
Notverpflegung ohne Kühlung
Für die Ernährung führt der Shop gefriergetrocknete Mahlzeiten von Tactical Foodpack, Adventure Menu und Pro Ration, üblicherweise zwischen rund 7 und 60 Euro je nach Portion und Packungsgröße. Der Vorteil solcher Produkte liegt in der Kombination aus langer Haltbarkeit, geringem Gewicht und der Tatsache, dass sie ohne Kühlung auskommen – genau das, was in einem Szenario ohne Strom zählt.
Ein Hinweis aus der Praxis: Gefriergetrocknete Mahlzeiten benötigen heißes Wasser. Der Vorrat ist also nur zusammen mit einer Kochmöglichkeit und zusätzlichem Wasser sinnvoll. Und: Probieren Sie eine Packung vorher aus. Ein Vorrat, den niemand in der Familie isst, ist kein Vorrat.
Kochen ohne Netzstrom
Für die Zubereitung stehen Campingkocher, Gaskartuschen und Brennstoffe im Bereich von etwa 5 bis 250 Euro zur Verfügung. Der behördliche Hinweis deckt sich damit – Campingkocher und Spiritus werden ausdrücklich als Notkochmöglichkeit genannt.
Zwei Regeln sind hier nicht verhandelbar: Der Brennstoffvorrat muss zur Kochdauer passen (eine einzelne Gaskartusche trägt keine zwei Wochen), und Kochen mit offener Flamme oder Gas erfordert ausreichende Belüftung. Verbrennungsgeräte gehören nicht in geschlossene, ungelüftete Räume.
Strom für Kleingeräte
Powerbanks und Solarladegeräte liegen im Sortiment bei etwa 50 bis 100 Euro. Sie ersetzen keine Hausversorgung, halten aber Handy, Radio und Lampen am Laufen – also genau die Geräte, über die Informationen und Licht laufen.
Entscheidend ist der Ladezustand: Eine Powerbank, die seit zwei Jahren halb entladen in der Schublade liegt, hilft im Ernstfall wenig. Ein fixer Kontrolltermin – etwa gemeinsam mit dem Rauchmelder-Check – löst das Problem.
Wärme und Schlafplatz
Fällt die Heizung aus, verlagert sich das Problem von der Beleuchtung auf die Temperatur. Der Shop führt dafür Decken und Feldbetten im Bereich von rund 15 bis 50 Euro. Das bewährte Prinzip: einen einzelnen Raum warm halten statt der ganzen Wohnung, und Wärme am Körper durch mehrere Lagen statt einer dicken Schicht.
Wissen als Teil der Vorsorge
Neben der Ausrüstung führt der Blackoutshop auch Ratgeber und Survival-Literatur zu Notfallverhalten und Heimvorsorge. Das ist kein Beiwerk: Ein Wasserfilter, dessen Handhabung man erst im Dunkeln zum ersten Mal liest, ist im entscheidenden Moment nur ein teures Stück Kunststoff.
Preisrahmen und Einstieg
Die Produktpalette reicht von Kleinteilen ab etwa 2 bis 5 Euro bis zu Premium-Ausrüstung jenseits von 400 Euro. Für den Einstieg gilt: Beginnen Sie mit den Bereichen, die die Behörden zuerst nennen – Wasser, Lebensmittel, Licht, Radio, Kochmöglichkeit, Medikamente. Diese Grundausstattung ist mit überschaubarem Budget machbar; alles Weitere lässt sich schrittweise ergänzen.
Fazit
Blackout-Vorsorge ist keine Frage von Spezialausrüstung, sondern von Vollständigkeit in den richtigen Kategorien. Die offiziellen Empfehlungen geben den Rahmen vor – 10 bis 14 Tage, 2,5 Liter Wasser pro Person und Tag, netzunabhängig Licht, Information, Kochen und Erste Hilfe. Ein sortierter Blackoutshop hilft vor allem dabei, keinen dieser Bereiche zu übersehen. Der wichtigste Schritt bleibt aber der, den kein Produkt abnimmt: die Ausrüstung einmal auspacken und ausprobieren, solange der Strom noch da ist.

